Presse Presse 2010 Ulrich trotzt Eis und Schneefall


Ulrich trotzt Eis und Schneefall PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 01. Februar 2010

Offenbacherin gewinnt Frauenwertung beim Ultralauf in Dudenhofen / Veranstalter mit 656 Startern zufrieden 

Veronika UlrichNach zweijähriger Unterbrechung war der Ultralauf des Rodgau Lauftreffs (RLT) über 50 Kilometer bei seiner elften Auflage wieder in ukrainischer Hand. Evgenii Glyva sicherte sich in 3:08:34 Stunden den Gesamtsieg. Zweiter wurde der für die TSG Kleinostheim startende Groß-Umstädter Tobias Hegmann, der nach 3:15:14 Stunden die Ziellinie überquerte. Titelverteidiger Thomas Dehaut (LLG Landstuhl) wurde Dritter. In 3:18:27 Stunden verpasste er damit knapp den angestrebten Titelhattrick.

Bei den Frauen ließ die Offenbacherin Veronika Ulrich (LG Telis Finanz Regensburg) in 3:49:41 Stunden die Konkurrenz hinter sich. Antje Rötha (SV Eula) als Zweitplatzierte in 4:20:59 Stunden folgte mit deutlichem Abstand.

Über Altersklassensiege freuten sich Ulrich Amborn (LG Offenbach, 3:45:37, M50), Dorothee Wirth (Rodgau Lauftreff, 4:50:35, W55) sowie die für Spiridon Frankfurt startende Dreieichenhainerin Marion Berdux (4:59:59, W50). Insgesamt erreichten 410 der 656 gestarteten Teilnehmer das Ziel an der Dudenhofener Gänsbrüh.

Trotz Schneefall und 50 Kilometern in den Beinen noch guter Laune: Alfred Daum (Run 4 Fun Rödermark) startete zum zehnten Mal in Dudenhofen.Darunter auch Alfred Daum (M55) aus Rödermark, der bereits zum zehnten Mal in Dudenhofen an den Start ging und die 50 Kilometer in 5:24:55 Stunden absolvierte. „Der Lauf ist eine sehr gute Gelegenheit, um zu überprüfen, wie gut man über den Winter gekommen ist“, sagt Daum, der den Rodgauer Ultramarathon als Testlauf für die 100 Kilometer in Biel/Schweiz (10. bis 12. Juni) ansieht. „Danach kann man seine Verfassung gut einschätzen und weiß, wie man weiterhin trainieren muss“, erklärt er. „Es hat wieder sehr großen Spaß gemacht, hier in Rodgau teilzunehmen.“

Daran änderten auch die schwierigen Bedingungen mit Eis und Schnee nichts. „Die Bedingungen auf der Strecke waren in Ordnung, der Verein hat die Strecke abgestreut, mehr konnte er nicht machen“, sagt Daum. „Hier sind immer winterliche Bedingungen, das ist im Januar eben etwas anderes als bei normalen Läufen.“

Auch die Veranstalter zeigten sich mit der elften Auflage sehr zufrieden. „656 Starter sind eine gute Zahl“, meinte Eberhard Fritz, Pressesprecher des RLT. Im Vorfeld hatten sich knapp 1100 Teilnehmer angemeldet, die Witterung schreckte einige dann doch ab. Viele Läufer nutzten den Rodgauer Lauf traditionell als Vorbereitung auf anstehende Veranstaltungen, verließen nach 25, 30 oder 35 Kilometern die Laufstrecke. Nächster Höhepunkt im Kalender der Ultraläufer ist am kommenden Wochenende in Göttingen die Brocken-Challenge über 84,5 Kilometer.

Dass die Veranstalter die Strecke gut präpariert hatten, zeigte nicht zuletzt die Siegerzeit von Evgenii Glyva, der den Streckenrekord seines Landsmannes Stanislav Lazyuta aus dem Jahr 2001 (3:03:56) nicht einmal um fünf Minuten verfehlte. Veronika Ulrich verpasste den Streckenrekord ihrer Teamgefährtin Constance Türk (verzichtete aufgrund der Wetterlage kurzfristig auf die Anreise aus Regensburg und damit auf einen Start) sogar um nur vier Minuten. „Auf den freien Flächen auf der Strecke blies ein kalter Wind, hier war die Strecke auch zum Teil vereist, so dass wir am Lauftag morgens nochmals nachstreuen mussten“, berichtete Fritz.

Der Belgier Marc Papanikitas, der im vergangenen Jahr als Mitfavorit auf den Sieg nach Magenkrämpfen hatte aufgeben müssen, stürzte zwar in der ersten Runde und verletzte sich am Ellenbogen, stand den Lauf aber durch und erreichte am Ende den vierten Platz. „Die Resonanz bei den Teilnehmern war sehr positiv“, freute sich Eberhard Fritz über eine erneut gelungene Veranstaltung.

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