115 Teilnehmer beim ersten Crosslauf des Offenbacher LC im Leonard-Eißnert-Park / Fortsetzung folgt Man nehme eine Suppenschüssel, verteile 20 Strohballen, nutze die vorhandenen flachliegenden Baumstämme und spanne rund 2500 Meter Absperrband. Spicke das Ganze noch mit einer Schicht hart gefrorenem Schnee - Fertig ist das Menü. Der Offenbacher LC hatte am Samstag in den Leonhard-Eißnert-Park zum ersten Suppenschüssel-Crosslauf eingeladen. Und 115 Teilnehmer waren begeistert.“ Das war erste Sahne - die ,Suppenschüssel' hat alles, was ein richtiger Querfeldeinlauf braucht", meint ein Läufer.
Die Senke war Dreh- und Angelpunkt der Neuauflage. "Mit einer Breite von 100 Metern, einer Tiefe von 40 Metern und einem Höhenunterschied von der Mitte bis zum Rand von fünf Metern ist die Suppenschüssel ideal für einen _Cross-Parcours", erzählt Wolfgang Wegert. Der Crossliebhaber zeichnet verantwortlich für die Organisation beim OLC. "Ein idealer Rythmusbrecher", fügt der Seligenstädter hinzu. Wie gerne hätte Wegert selbst die Laufschuhe geschnürt. Stattdessen gab der 42-Jährige den Startschuss zum Sprintcross über 800 Meter und übernahm die Moderation. Das Vereinsduell der LG Neu-Isenburg/Heusenstamm entschied Axel Koppert in 3:02 Minuten vor Markus Heidl (3:10). Dritter wurde Roger Winterott vom OLC (4:27). Tom Gebel (LG EVO Seligenstadt) fand bei den Schülern auf dem schweren Geläuf die beste Abstimmung. 8:45 Minuten betrug die Siegerzeit über 2000 Meter. Über den Altersklassenerfolg freute sich C-Schüler Julian Lucas Martin (LG EVO Seligenstadt/9:14) als Vierter. Das Hauptgericht wurde in zwei Gänge aufgeteilt. Für den kleinen Grosshunger viermal in die tiefe Senke - für den großen Appetit wurde die Suppenschüssel achtmal angerichtet. Winterott machte nach der Vorspeise im Sprint, Platz zwei (M50/20:25) über 4000 Meter, die Langdistanz zum Supplement - Platz vier (42:10).
Einen Doppelstart wählte auch Philipp Ratz. Wurde der Athlet vom LG Friedberg-Fauerbach auf der Kurzstrecke nach 14:25 Minuten als Sieger gefeiert, reichte es für den ehemaligen Deutschen Marathonmeister auf der längeren Distanz über 8000 Meter immer noch zum bronzenen Podestplatz (29:21). Beide Läufe zählen zur Carboo4U Cross Trophy, der beliebten südhessischen Crosslaufserie mit neun Wertungsstationen. Hier sammelte ein bekanntes Gesicht der Trophy die volle Punktzahl. Regina Blatz vom TV Salmünster war Tagesschnellste in 18:33. Gefolgt von den Clubkameradinnen Petra Hartmann (18:54) und Claudia Fiebig-Keller (18:56) vom TV Hergershausen. Auch bei den Männern stehen zwei Garboo4U-Serienteilnehmer ganz oben. Hinter Philipp Ratz wurden Marko Arthofer und Doppelstarter Markus Heidl (LG Neu¬Isenburg/Heusenstamm/15:06) in der Ergebnisliste notiert. Das Filetstück lockte 50 Querfeldeinläufer an die Startlinie. "Du musst Schritt für Schritt voll konzentriert laufen", sagte Thomas Seibert "und jede Sekunde achtsam sein, sonst liegst du auf der Nase." Genau dies passierte dem Hanau-Rodenbacher im Zweikampf mit Jan Mattis Kuhn. "In der Kurve mit der Baumstammpassage hat es mich hingelegt." Kuhn zog davon und lief nach 28:29 Minuten ins Ziel. Mit leichten Schürfwunden folgte Seibert, der nach 28:54 die Altersklasse M30 gewann. Bei den Frauen gewann Jenny Schulz (33.06; Skills 04 Frankfurt) vor Natascha Schmitt (34:30, LG Eintracht Frankfurt). Dritte wurde Heike Hechler vom TV Hergershausen (43:54). "Dafür dass es der erste Cross war, hat es unsere Erwartungen weit übertroffen", freute sich der erste Vorsitzende Diethelm Kuttich. "Wir machen weiter", strahlte auch Wolfgang Wegert bei der Siegerehrung zufrieden. Vielleicht darf er dann in die „Suppenschüssel'. Übrigens Pokale gab es keine - aber Suppenschüsseln. >> Ergebnisse |